Durch Gespräche über die Lebensweise meiner Grosseltern kamen einige Gedanken in Bewegung. Über die schiere Kürze einer menschlichen Generation, über die Vergänglichkeit von Haltungen und Werten. Aber auch über die Wichtigkeit, Wissen von einer Generation an die nächste weiterzugeben.

Mit einem gewissen Unbehagen beobachte ich die Tendenz, lebendiges und erfahrenes Wissen mit Information gleichzusetzen und den erlebten Erfahrungsschatz zu einer Ansammlung von Daten zu reduzieren.

Dieses Unbehagen wurde visuell umgesetzt in den beiden Clips "Drowning in the digital - Part 1" und "Drowning in the digital - Part 2".

Als Ausgangsbild dient eine Fotografie, die ca. 1962 in den Hügeln um San Marco dei Cavoti in der Provinz Benevento aufgenommen worden ist. Ein Teil der abgebildeten Personen gehört zu meiner Verwandtschaft.

Das Familienbild versinkt in einer Überlagerung aus digitalen Fehlern. Die zu einem Clip zusammengefügten Bilder unterscheiden sich jeweils in einem einzigen Bit.

 

Drowning in the digital - Part 1

Neben dem Bild versinkt auch die Interpretation von "La Paloma" von Beniamino Gigli in einem digitalen Chaos

 

 

 

Drowning in the digital - Part 2

Eine beschleunigte Variante mit passender Audiospur ...